Der Embody – Ein Stuhl, der den Unterschied macht

Der Embody – Ein Stuhl, der den Unterschied macht

Patrik Westermann

Die Evolution eines gesundheitsfördernden Bürostuhls

Jahrzehntelange Forschung und innovative Ideen führten zu einer revolutionären Frage: Was wäre, wenn ein Stuhl nicht nur die negativen Auswirkungen des Sitzens reduzieren, sondern aktiv zur Gesundheit seines Nutzers beitragen könnte?

Genau diese Überlegung beschäftigte die Designer Jeff Weber und Bill Stumpf in ihrem Studio. Ihre Vision war es, einen Stuhl zu entwickeln, der über ergonomische Standards hinausgeht und den Körper beim Sitzen unterstützt, anstatt ihn zu belasten. Die Geburt des Embody

„Gutes Design erfordert immer Empathie“, betont Weber, der auch den Caper Stuhl entworfen hat. „Wir Designer verbringen ebenfalls viel Zeit am Computer und wissen genau, welche Herausforderungen langes Sitzen mit sich bringt.“ Die zentrale Frage war also: Kann ein Bürostuhl so gestaltet werden, dass er nicht nur bequem ist, sondern auch aktiv zur Gesundheit beiträgt?

Bill Stumpf, der mit seinen ikonischen Arbeitsstühlen wie dem Aeron, Equa und Ergon bereits Massstäbe gesetzt hatte, brachte diese kühne Idee zu Herman Miller. Gemeinsam begann das Team, grundlegende Annahmen zu hinterfragen und drei entscheidende Hypothesen zu überprüfen:

  1. Ein Bürostuhl kann mehr sein als nur „gesundheitsneutral“ – er kann aktiv gesundheitliche Vorteile bieten oder sogar eine therapeutische Wirkung haben.
  2. Ein dynamischer Oberflächendruck auf Sitz- und Rückenfläche fördert sowohl Komfort als auch Beweglichkeit und ist gesünder als eine statische Sitzfläche.
  3. Ein gut konzipierter Stuhl unterstützt eine natürliche, ausgeglichene Haltung – unabhängig von der individuellen Wirbelsäulenkrümmung.

Von der Idee zur Realität

Die Experteneinschätzungen zu diesen Hypothesen bildeten das Fundament für eine Reihe wissenschaftlicher Tests und Experimente. Weber und Stumpf begannen, ihre Entwürfe zu konkretisieren und durch gezielte Forschung weiterzuentwickeln. Doch mitten in diesem Prozess kam es zu einem tragischen Einschnitt: 2006 verstarb Bill Stumpf.

Trotz dieses Verlusts setzte Jeff Weber die Arbeit fort und entwickelte das Konzept weiter. Aufbauend auf Stumpfs Ideen feilte er allein an den Details, um die perfekte Balance aus Funktion und Form zu finden. Der Entwicklungsprozess umfasste zahlreiche Prototypen, die von Experten getestet wurden. Ihre Rückmeldungen halfen, Feinabstimmungen vorzunehmen und herauszufinden, welche Aspekte verbessert werden konnten.

Parallel dazu wurden umfassende Laboruntersuchungen durchgeführt. Wissenschaftler analysierten Bewegungsmuster, bevorzugte Sitzhaltungen, Druckverteilung, die Auswirkungen auf den Stoffwechsel und die Ergonomie bei verschiedenen Arbeitsaufgaben. Diese Forschungsergebnisse flossen direkt in das Design ein und stellten sicher, dass der Stuhl nicht nur optisch ansprechend, sondern auch funktional einzigartig war.

Der Embody – Ein Stuhl, der den Unterschied macht

Das Ergebnis dieser intensiven Entwicklungsphase war der Embody – ein Stuhl, der neue Massstäbe für gesundes Sitzen setzt. Mit seinen durchdachten ergonomischen Eigenschaften, der dynamischen Unterstützung der Wirbelsäule und der innovativen Druckverteilung bietet er eine Lösung für all jene, die viele Stunden im Sitzen verbringen und dabei nicht auf ihre Gesundheit verzichten wollen.

Dieser Stuhl ist das Ergebnis einer klaren Vision, fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse und dem unermüdlichen Streben nach einem besseren Arbeitsumfeld. Er zeigt eindrucksvoll, dass intelligentes Design nicht nur das Wohlbefinden steigert, sondern auch langfristig zu einer besseren Gesundheit beitragen kann.

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